Mein Welpe beißt!
Vollständige Frage:
Wir haben unsere kleine Tessa seit fast 5 Wochen und Sie ist 3 Monate alt. Wir gehen mit ihr auch schon regelmäßig zur Hundeschule.
Sie beißt mir jedoch sehr oft ziemlich stark in die Hände. Die Hundetrainerin sagte, dass ich den „Schnauzengriff“ versuchen sollte, wenn Sie nach 10 Mal „Nein!“ immer noch nicht aufhört. Nur Befürchte ich, dass Sie diesen „Schnauzengriff“ nur noch als Spiel ansieht und beißt danach noch stärker. Bei meinem Freund beißt Sie nicht so stark und bei den restlichen Leuten die mit Ihr spielen auch nicht. Ich habe es auch sehr viel mit Leckerlis probiert. Sobald Sie auch nur eine Sekunde aufgehört hat zu Beißen, wurde Sie belohnt. Danach ging es mit der Beißerei munter weiter.
Zurzeit kann ich kaum noch mit ihr spielen noch Sie in Ruhe streicheln, da Sie sofort zu Beißen anfängt. Haben Sie vielleicht einen Tipp für mich, wie ich dieses Problem in den Griff bekommen kann?
Hundeerziehung
Antwort:
Ihr Welpe scheint ein sehr rabiater Typ zu sein und Sie bereits nicht mehr "ernst" zu nehmen. In der Hundeerziehung sind Konsequenz, Klarheit und richtiges Timing das A und O. Neben dem Fanggriff können Sie auch den Griff ins Nackenfell probieren. Wenn Sie den Griff richtig ausgeführt haben - fest genug aber nur kurz - dann wird Ihr Welpe sein unerwünschtes Verhalten unterlassen. Auch im natürlichen Hunderudel erlernen die Welpen die Beißhemmung daran, dass die Geschwister quietschen und manchmal auch schmerzhaft zurückzwicken. Wichtig ist, dass Sie sich nach dem Griff von Tessa schnell entfernen. Kommt er Ihnen dann nach und beschwichtigt Sie, dürfen Sie ihn ruhig belohnen. Geht der Hund nach der Strafe in ein anderes Zimmer und wirkt „beleidigt“, war die Strafe zu hart. Nutzen Sie ansonsten aktiv jede Möglichkeit der von Ihnen ausgehenden Erziehung, die über positive Verstärkung erwünschten Verhaltens laufen sollte. Mit jeder Aktion, die Ihr Welpe "für Sie" macht wird er Sie mehr als "Chefin" akzeptieren. Sind Sie sich zu unsicher die Erziehung weiter alleine zu versuchen, sollten Sie umgehend eine Tierarztpraxis mit der Fachtierarztbezeichnung bzw. Zusatzbezeichnung "Verhaltenskunde/Verhaltenstherapie" oder eine gute Hundeschule mit Einzeltraining und solider Erfahrung in der Erziehungskorrektur aufsuchen!